Histographie


Die Liebe zur indischen Musik und das Interesse am Flötenspiel und an der Tabla führten dazu, dass Mila Morgenstern und Laura Patchen sich in Berlin bei dem bengalischen Musiker und Komponisten Pandit Kamalesh Maitra begegneten.

Laura Patchen war 1977, zuerst aus ganz anderen Gründen, aus den USA nach Berlin gekommen. In der ersten Woche ihres Aufenthaltes hat sie eine prägende Erfahrung beim Zuhören eines Konzertes des Meisters gehabt und entschied sich spontan zu bleiben, um Tabla-Unterricht bei ihm zu beginnen.

1980 kam Mila Morgenstern nach einer längeren Asienreise zurück nach Berlin und suchte nach einem Lehrer der indischen Musik. Dabei traf er auf Kamalesh Maitra. Bei ihm begann er das Studium der indischen Klassik mit der europäische Silberquerflöte und der Bassquerflöte.

In dem selben Jahr wurde das Ragatala Ensemble von Kamalesh. aus dem Kreis seiner Schüler formiert, mit Mila und Laura als Gründungmitglieder.

Ausgangspunkt war das Experiment neue Wege zu gehen, indem die traditionelle Darbietung der nordindischen klassischen Musik aufgelockert wurde. Die Musik wurde von Kamalesh Maitra für große Besetzung, manchmal für bis zu 11 Musiker, komponiert und brachte westliche wie auch indische Instrumente zusammen. Raag und Taal, die Sanskrit Begriffe für Melodie und Rhythmus, blieben aber die Basis auf der die Stücke und die Improvisationen ruhten und gaben gleichzeitig der Gruppe ihren Namen.

Im Lauf der Jahre hat das Ragatala Ensemble unzählige Besetzungen erfahren und ist in ganz Deutschland, Europa und in Indien auf Tournee gewesen. Mehrer Aufnahmen und LP und CD Produktionen sind in dieser Zeit entstanden. Nach dem Tod von Kamalesh Maitra 2005 bestand die Gruppe zunächst als Trio weiter.

Die Freude an der indischen Musik ist das, was Mila Morgenstern und Laura Patchen verbindet, sodass sie zurzeit als Duo den Weg gemeinsam weiter gehen.